Stimmen Ohne Grenzen

internationales transdisziplinäres gesangsprojekt für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit

über uns

Auf der Moskauer Maidemonstration, 2014 (© Victoria Lomasko)

Auf der Moskauer Maidemonstration, 2014 (© Victoria Lomasko)

UNSER SELBSTVERSTÄNDNIS

IN ALLER KÜRZE

  • unser kritisches gesangsprojekt bietet eine demokratische plattform zur kommunikation und weiterbildung unter gleichberechtigten mitgliedern.
  • hierzu sollen internationale freiheits- und protestlieder im format eines multimedialen musikkollektivs gelernt sowie praktisch geübt werden.
  • in diesem kontext werden insbesondere auch die dahinterstehenden sozialpolitischen ereignisse und protestbewegungen gemeinsam ausgearbeitet und diskutiert.
  • musikalische programme werden der breiten öffentlichkeit in form von konzerten und performances über straßenauftritte und kooperationen mit kunstkollektiven bis hin zur teilnahme an anti-rechts- und antifa-demonstrationen und anderen protestevents präsentiert.
  • in sechs teilprojekten wird dafür gesorgt, dass unser programm möglichst transparent, konsequent und vor allem zugänglich für alle schichten unserer gesellschaft sein wird.
  • auf die teilnahme von geflüchteten und menschen mit behinderungen freuen wir uns besonders.

 

IM DETAIL

“Auch unser Singen muss ein Kämpfen sein!”
Hanns Eisler

„Nichts ist erledigt.“
Klaus Staeck

unser gesangsprojekt versteht sich als ideeller nachfolger des im jahre 1908 gegründeten Deutschen Arbeiter-Sängerbundes (DAS) und der aus den 60rn stammenden singebewegung der DDR. es weist demnach eine antifaschistische, antirassistische, feministische, kapitalismuskritische und internationalistische ausrichtung auf. wir wollen dabei die erfahrungen der demokratischen chorbewegung bundes- und weltweit auf ein neues performatives format übertragen. in diesem rahmen soll jede*r einen anteil am inszenieren, arrangieren und aufführen von traditionellen und modernen ausdrucksformen in einem team gleichgesinnter bekommen. es geht dabei nicht nur um die einfache wiedergabe musikalischer kompositionen, sondern auch um ihre kritische interpretation hinsichtlich der heutigen gesellschaftspolitischen realität. bezugnehmend auf die emanzipatorischen laien-musikbands wie die politischen kunstkollektive, werden wir neue darstellungsformen von (inter)nationalen historischen wie aktuellen protest-, freiheits-, friedens- und solidaritätsliedern ausprobieren.

eine große rolle spielt im konzept die ausarbeitung wirksamer strategien und maßnahmen zur effektiven und zeitgemäßen präsentation des gesangsprojektes in den verschiedenen milieus der heterogenen gesellschaft. exemplarisch zu nennen sind zum beispiel auftritte bei straßenkonzerten, auf demonstrationen und bei politischen veranstaltungen, auf festivals oder im rahmen von kunstprojekten.

wir sehen uns als transdisziplinäres projekt zwischen musik, theater, performace, aktionskunst, tanz, literatur und politik. die schwerpunkte setzen wir dabei nicht nur auf den aktionistischen kontext der ergebnisspräsentation unserer theoretischen wie praktischen auseinandersetzung mit dem kritischen liedergut. sondern auch auf die internen, selbstorganisierten weiterbildungsmaßnahmen für die mitglieder. wir wissen ganz bestimmt, dass die geschichte heutzutage zu einer spekulationsware geworden ist. die so genannten “alternative truths” in unserem “postfaktischen zeitalter” aber sind nichts anderes, als freche lügen. aus diesem grund legen wir einen großen wert darauf, auch die geschichte hinter den protestbewegungen sowie liedern, hinter den künstlerischen mitteln und den zu verwendenden auftrittspraktiken, im kreis zu lernen und kritisch darüber zu reflektieren, bevor wir den öffentlichen raum betreten.

kommunikationsnetzwerke und permanenter austausch unter engagierten menschen sind essentiell für unsere fachübergreifende arbeit, die weit über die musikalischen performances hinaus reicht. unser im inhalt und in der struktur demokratisches projekt ist jederzeit offen für die zusammenarbeit mit allen chören, musikbands, künstler*innen-kollektiven, politischen organisationen, stiftungen und grassroots-Initiativen, die im sinne der kritischen linken, sozialdemokratischen und grünen politik agieren. ebenso heißen wir jede*n einzelne*n theaterregisseur*in, musiker*in, (medien)künstler*in, tänzer*in, songwriter*in, (kunst)historiker*in, politik-, kultur- und sozialwissenschaftler*in, menschenrechtler*in etc. mit seinen/ihren inhaltlichen vorschlägen, ideen und kritik bei uns herzlich willkommen.

was dabei nur stimmen muss, ist unser gemeinsames streben zur gerechten, toleranten, nachhaltigen und friedlichen gesellschaftsordnung – nach innen wie nach außen.

 

was wollen wir mit unserem projekt auf dauer beeinflussen und erreichen?

vorerst fördern wir in unserem programm das gesellschaftspolitische engagement. genauer im sinne der sozialdemokratie und der links-grünen politik, geprägt durch den alltagskampf um die gerechtigkeit in der arbeit, der bildung und um die internationale friedenspolitik. beim lernen und üben von liedern der arbeiter*innen-bewegung, der internationalen solidaritätsbewegung, der aktuellen protestwellen weltweit etc. findet aktive kulturhistorische weiterbildung statt, welche die politische meinungsbildung jedes einzelnen unterstützen soll. außerdem werden unsere mitglieder motiviert, sich mittels öffentlicher auftritte und über das singen hinaus an gesellschaftspolitischen entscheidungsprozessen aktiver zu beteiligen, im lokalen wie globalen maßstab. dafür steht ihnen unser breites netzwerk von mitstreiter*innen stets zur verfügung. insbesondere werden im projekt sozialisationsprozesse gefördert. so sollen vor allem die menschen aus wenig politisierten umfeldern, durch die regelmäßigen treffen und diskussionen im kreis von kritischen gesangfreudigen menschen diverser berufs- und altersgruppen, hintergründe und herkünfte beim gemeinsamen schaffen, lernen und auftreten in ihrer reflexionsgabe geschärft und zur politischen meinungsbildung befähigt werden.

LIEDER, DIE WIR SINGEN

unser repertoire umfasst lieder der demokratischen linken kultur seit dem 18. Jhd bis heute. die kompositionen der klassiker wie Brecht, Eisler, Guthrie, Theodorakis etc. werden neben den zeitgenössischen liedern aus dem deutschsprachigen raum wie auch den kompositionen aus Ost-, Mittel- und Südeuropa, aus den staaten Afrikas, Latein- und Nordamerikas, Asiens und Australiens im original und in übersetzung performt.

siehe unser jetziges/künftiges repertoire und lieder, die uns inspirieren, auf dem YouTube-kanal.

eine ausführliche liste mit kompositionen und ein downloadbereich mit noten folgen.

 

WIR IN BILD UND TON

 

ORGANISATION

Timur H Kiseljov

Projektgründer

timur.h.kiseljov (ätt) stimmen-ohne-grenzen punkt de

„1990 in Moskau geboren. zuerst studierte ich ingenieurwissenschaften und arbeitete einige jahre in dieser branche. danach entschloss ich mich, meinem alten interesse folgend, ethnologie und kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin zu studieren. für die protestgesangskultur interessiere ich mich seit mitte-ende 2000er, als in Russland die „Märsche der Unzufriedenen” aufgebrochen waren, an denen ich teilnahm. 2013 gründete ich das LOOK!-projekt für kritische videokunst und experimentellen film, dessen erste ausgabe in Moskau erfolgte. darauf folgten mehrere akademische und politische veranstaltungen und projekte. zu meinen interessen gehören u.a. politischer kunstaktionismus, dokumentarfilm und hochschulpolitik (u.a. bei den Jusos und in diversen gremien). teilnehmer mehrerer projekte mit unterstützung der Heinrich Böll Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. ich singe und spiele leidenschaftlich gitarre und mundharmonika, und versuche immer meine interessen mit dem sozialpolitischen ehrenamt zu verbinden.“

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